Unnötige Eingriffe: Zweitmeinung vor Operation gefragt

Eingetragen am 15.12.2015

Fast drei Viertel der gesetzlich Versicherten wollen vor einer planbaren Krankenhausbehandlung wissen, ob diese wirklich notwendig ist. Das teilte die Techniker Krankenkasse (TK) jetzt mit, deren Wissenschaftliches Institut für Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG) beim Forsa-Institut eine Umfrage in Auftrag gegeben hatte. 74 Prozent der Befragten würden sich demnach eine Zweitmeinung bei einem anderen Mediziner einholen, falls ihr Arzt eine Operation oder Untersuchung in der Klinik vorschlägt.

 
Um die negativen Folgen von unnötigen Behandlungen sorgen sich 85 Prozent der Befragten. Sie gaben an, mehr über diesen Aspekt erfahren zu wollen, und vermuteten, dass sie schon einmal mehr als die wirklich notwendige Diagnostik und Therapie erhalten haben. Ein Viertel der Befragten hat demnach manchmal oder sogar häufig den Eindruck, dass ein Arzt eine überflüssige Behandlung oder Untersuchung empfiehlt. Ein Drittel dieser Betroffenen ließ sich laut der Umfrage in solchen Fällen trotz Bedenken behandeln.
 
«Die Umfrageergebnisse zeigen, dass in Sachen Überversorgung ein Problembewusstsein besteht», sagt WINEG-Leiter Dr. Frank Verheyen. Auch der Gesetzgeber sehe hier Handlungsbedarf. So schreibt das im Sommer verabschiedete Versorgungsstärkungsgesetz ein geregeltes Zweitmeinungsverfahren vor bestimmten Operationen vor: Patienten müssen nun mindestens zehn Tage vor dem Eingriff von ihrem Arzt über ihr Recht auf eine unabhängige zweite Meinung aufgeklärt werden. (com)


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